(2025) 1. Preis für Heimatforschung BaWü für unsere Mitglieder

Der 1. Preis für Heimatforschung Baden-Württemberg 2025 geht an unsere Mitglieder Dr. Stefan Bosch und seinen Sohn Jason! Herzliche Glückwünsche!
Am 20. November wurden in einem feierlichen Rahmen die diesjährigen Landespreise für Heimatforschung in Weinheim verliehen. Der Landespreis würdigt seit den 1980er-Jahren ehrenamtliche Forschung zur Heimat, Lokal- und Regionalgeschichte in Baden-Württemberg. Geschichte, Kultur und Identität von Orten und Regionen im Ländle wird so dokumentiert und lebendig gehalten. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Heimat hat in Zeiten globaler Vernetzung und Mobilität einen hohen Wert für die Gesellschaft.
Unser Vorsitzender Bernd Pelz hat sich sehr gefreut, im Rahmen der Feierlichkeiten die Glückwünsche und ein Präsent der Albvereinsortsgruppe Sternenfels zum 1. Preis an Stefan und Jason Bosch überbringen zu dürfen. Zu Recht haben beide für ihre langjährige, aufwändige und akribische Forschung zu einem interessanten und spannenden Thema diesen 1. Preis erhalten. Um was geht es? Mit der sogenannten Wilhelma-Saat kam unter König Wilhelm I. von Württemberg im Neunzehnten Jahrhundert der Riesenmammutbaum Wellingtonie nach Württemberg. Gerade erst in der neuen Welt in Nordamerika entdeckt, wurden vom begeisterten König Samen importiert – wohl aufgrund eines Versehens so viele, dass die Bäume nicht nur in der Wilhelma gepflanzt wurden, sondern auch an zahlreichen anderen Orten in Württemberg. Unter anderem auch hier bei uns im Strombergwald oberhalb des Schlossbergs. Informationen über das Verhalten einer der kleinsten Vogelart Europas, dem nur ein paar Gramm leichten Waldbaumläufer, lenkte ihre Aufmerksamkeit auf die Wellingtonien. Denn in Kalifornien und auf den Britischen Inseln übernachten diese im Winterhalbjahr am senkrechten Stamm. Hierzu formen die Vögel in der dicken und weichen Rinde Kuhlen. Dieses bisher nicht ausreichend in der Vogelkunde erforschte Verhalten konnten Stefan und Jason Bosch in einer über 4 Jahre andauernden Forschung an 27 Standorten mit über 200 Riesenmammutbäumen in ganz Württemberg dokumentieren. Zahlreiche Nachteinsätze mit Wärmebildkamera im Winter schafften die Grundlage für eine fundierte ornithologische Feldstudie mit historischem Bezug. Wissenschaft, die Wissen schafft mit einer gehörigen Portion Landesgeschichte. Genial! Die herzlichsten Glückwünsche der Albvereinsortsgruppe an Stefan und Jason Bosch für diese großartige Leistung. Wir freuen uns sehr mit euch!